Sehr gut aufbereiteter Roman um Mobbing
Prädikat: „auf einen Rutsch
durchgelesen". Ich war sehr gefesselt von einem starken Roman um ein vernachlässigtes Thema. Die Autorin kennt sich merklich aus, recherchiert, transportiert Fakten und erschafft einen
erschütternden Roman. Ein Wahnsinn, was Lona durchmachen musste, die Löwin besonders stark.
Für mich ansprechend, dass eben nicht nur die Opferperspektive betrachtet wird, sondern dass sich auch der Täter in gewisser Weise als Opfer fühlt.
Das Leid durch Mobbing wird dem Leser nahegebracht und wird real nachvollziehbar.
Ein äußerst lesenswerter und absolut gelungener Wurf der Autorin
Wer zum Thema Mobbing im (beruflichen) "Alltag" keine wissenschaftliche Doku sucht, sondern spannend unterhalten werden möchte, sollte diesen "Krimi" lesen! Die Verbindung medizinischer, rechtlicher und soziologischer Aspekte mit einer Handlung, die, je mehr man weiterliest, fesselt und in ihrem Realitätsbezug wahrlich beklemmt, wird nie als bloße Fiktion empfunden, sondern packt den Leser bis zum Ende. Er bleibt betroffen von bittersten Erfahrungen der Protagonistin in einem Umfeld von Kummer, Verzweiflung, aber auch zwischenmenschlicher Zuwendung in einem Geflecht von Ignoranz, Böswilligkeit und Macht, in das praktisch jeder verstrickt werden kann.
Mobbing ist ein Verbrechen
Das Buch von Marit Wildt hat mir sehr gut gefallen. Niemals hätte ich gedacht, dass Mobbing
derartig gravierende Auswirkungen sowohl auf die betroffene Person als auch auf ihr Umfeld hat. Das perfide Verhalten des Vorgesetzten der Protagonistin wird sukzessive entlarvt. Das Buch hat die
Autorin der Der Ärztin Fr. Erika Küßner gewidmet, die von ihren Vorgesetzten in den Tod getrieben wurde, da sie deren Mobbing nicht mehr verkraftet hat.
Gerade in der heutigen Zeit, in der jeder meint, seine Meinung ungefragt sagen zu können, andere in der Öffentlichkeit stehende Menschen verbal beschimpft, diffamiert
oder bedroht, ist es ungeheuer wichtig, zu zeigen, welche Auswirkungen dieses Verhalten haben kann. Danke dafür Marit Wildt.
B. Völkening
Eine überaus empfehlenswerte und bereichernde Lektüre!
Das Buch hat mich überrascht, denn es ist kein „einfacher" Kriminalroman, wie sie in großer Anzahl auf den
Markt kommen. Es lebt von tiefster Fachkenntnis des Metiers, von enormen Detailwissen. Die Autorin weiß, worüber sie schreibt und kennt die Abläufe in großen Altenpflegeheimen, die Details der
Verwaltung, die Machtverhältnisse und das Zusammenspiel mit der Trägerschaft und all die denkbaren Reibungspunkte. Die Frage: „Gab es einen Mord oder nicht?“ wird geschickt offengehalten. Die
Ermittlungen der Kommissare sind eng verbunden mit dem eigentlichen Kernthema, nämlich einem sich dramatisch ausweitenden Mobbingkonflikt. Die Entwicklung, das Hochschaukeln dieser
Auseinandersetzung sowie die massiven gesundheitlichen Auswirkungen werden überzeugend und nachvollziehbar dargestellt. Die Autorin plädiert dafür, Mobbing als Straftat zu betrachten und als
solche zu ahnden. Das Buch ist vielschichtig - neben den Kernthemen sind Schilderungen von abenteuerlichen Reisen, zutiefst anrührenden Erlebnissen mit Tieren und eine intensive Liebesgeschichte
mit eingeflossen.
Eine überaus
empfehlenswerte und bereichernde Lektüre!
Joachim Erndwein
Mit "Krallen im Rosenstift" legt die Autorin Marit
Wildt einen fesselnden Kriminalroman vor, der nicht nur Spannung verspricht, sondern auch die erschreckende Realität in der Altenpflege thematisiert. Von der ersten Seite an merkt man, dass hier
jemand schreibt, der die Branche kennt – und das nicht nur oberflächlich, sondern mit einer tiefen Einsicht in die Strukturen, Herausforderungen und Missstände, die in Pflegeeinrichtungen
herrschen.
Der Krimi hat mich gepackt, weil er nicht nur eine spannende Handlung bietet, sondern auch aufzeigt, wie Machtmissbrauch, Mobbing und systemische Defizite das Leben von MitarbeiterInnen und
Pflegebedürftigen beeinflussen. Damit trifft er einen Nerv, den viele in der Pflege nur allzu gut kennen.
Die Themen, die hier beleuchtet werden, sind keine Fiktion, sondern bittere Realität – und genau hier liegt die Stärke des Buches. Als jemand, der sich seit Jahren für eine Verbesserung der
Altenpflege einsetzt, und als sogenannte "Whistleblowerin" auch schon sehr unschönen Situationen, die Mobbing schon sehr nahekommen, ausgesetzt gesehen hat, sehe ich durchaus eine klare Parallele
zu meinem eigenen Buch "Altenpflege – Kämpfen statt Kündigen". Beide Bücher machen deutlich: Die Arbeitsbedingungen in der Pflege und die Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen müssen endlich
Priorität bekommen!
Das desolate Gesundheitswesen, die katastrophalen Rahmenbedingungen des SGB XI und der ständige Druck auf Pflegekräfte sind nicht nur Wahlkampfthemen – sie betreffen uns vor, während und nach
jeder politischen Debatte. Wer glaubt, dass Pflege nur ein Problem der Betroffenen mit den Angehörigen sei, irrt gewaltig. Sie geht uns alle an – ob als Angehörige, als Pflegende oder als
Menschen, die eines Tages selbst auf Hilfe angewiesen sein könnten.
"Krallen im Rosenstift" ist mehr als ein Krimi – es ist ein Spiegelbild einer Branche, die zu oft ignoriert wird. Mein Dank gilt der Autorin, die mit diesem Werk nicht nur spannende Unterhaltung
liefert, sondern auch aufzeigt, wie wichtig es ist, über diese Themen zu sprechen.
Eine klare Empfehlung von mir – sowohl für Krimi-Fans als auch für alle, die verstehen wollen, was Mobbing alles anrichten kann - nicht nur mit Blick auf die sensible Welt der vollstationären
Einrichtungen und dem "Geschäft", welches dahintersteckt.
A. Würtz
Mobbing psychologisch gut erfasst
Endlich ein Buch über Mobbing und spannend dazu ,psychologisch fein gezeichnet. Das Altenheim, die Kommune und die Finanzhaie verknüpft und dornenreich im Rosenstift, sehr zu empfehlen.
Elli
Ein wichtiges Thema der heutigen Arbeitswelt als Roman verpackt. Die Geschichte selbst schwächelt ab und an, aber trotzdem ein sehr lesenswertes Buch.
Jjrbw
Spannend bis zum Schluss ...
Elke
Mobbing, ein Thema, das betroffen macht
Die Autorin schildert eindringlich auf eine spannende und unterhaltsame Weise, wie Mobbing gezielt eingesetzt wird und was es bei den betroffenen Personen an Emotionen bis hin zu Krankheitssymptomen auslösen kann. Man schafft es kaum, das Buch aus der Hand zu legen, wenn man mit dem Lesen begonnen hat.
Mobbing eskaliert
ich war wirklich sehr positiv überrascht von dem Krimi - um einen solchen handelt es sich ja. Entgegen meiner Erwartung bei dem Thema Mobbing, hat mich der Plot zu fesseln vermocht. Mit Insiderwissen genauso, wie mit geschickt in den Handlungsstrang eingeflochtenen Passagen zu rechtlichen Aspekten dieser Thematik gelingt der Autorin die Balance, das Thema trotzdem spannend und lebensnah zu vermitteln. Die Charaktere bettet sie in ein jeweils spezifisches persönliches Umfeld ein. Man begreift die Mechanismen des Mobbing wie sie entstehen und auf subtile und perfide Weise das Leben der Betroffenen aus der Bahn bringen. Es ist ein durchaus vielschichtiges Buch wobei der rote Faden 'Mobbing' immer die Handlung bestimmt und an Fahrt aufnimmt. Der Leser wird nach durchaus anstrengender und beklemmender Lektüre mit einem Augenzwinkern verabschiedet. Durchaus gewinnbringend zu lesen!
Von d'oro am 06.04.2025
hervorragendens und spannendes Buch mit Realitätsbezug.
Ein Buch das man lesen muss! Ich lese sehr viel und habe selten mit so viel Empathie und Faszination diese Mobbing Geschichte der Hauptfigur Lona Frey verfolgt. Die Geschichte zieht den Leser intensiv in die Story und ist spannend geschrieben wie ein Krimi, daher sogar kurzweilig, obwohl das Thema ein sehr ernstes ist und weit verbreitet in unserer Gesellschaft. Alle beteiligten Figuren werden differenziert dargestellt und man kann gut die jeweilige Handlungsmotivation nachvollziehen. Endlich einmal eine wahrhaftige Lebensgeschichte, die so viele kennen, die aber immer under cover gehalten wird, weil sich die Betroffenen falsch fühlen, sich vielleicht sogar zu Unrecht schuldig fühlen, oder sich schämen oder Angst haben, aber meistens kein Gehör finden. Dieses Buch sollte in allen Ämtern und Schulen zur Verfügung stehen! Lest es!
Von filmgugger.de am 02.04.2025
Sehr lesenswertes Buch
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Viel Insiderwissen und eine sehr spannende Handlung. Unbedingt lesenswert!!!
Von Anette am 06.05.2025
Sehr lesenswert
Krallen im Rosenstift ein sehr spannender Krimi und Roman. Er zeigt die Mechanismen von Mobbing auf. Ein wichtiges Thema in der heutigen Arbeitswelt. Mobbing sollte als Straftat im Gesetz aufgenommen werden. Diesen Roman empfehle ich sehr.
Gerti Kumm am 28.03.2025
MOBBING
Es ist gut und wichtig, dass eine Autorin das Thema Mobbing aufgegriffen hat. Das geht uns alle an.
Birgit Jennerjahn-Hakenes am 12.05.2025
Ein lesenswertes, aufrüttelndes, facettenreiches Buch, das bewegt
Krallen im Rosenstift Bevor ich den Eingangstext gelesen hatte, dachte ich vom Titel her eher an ein katholisches Kloster, in dem kriminelle Handlungen begangen werden und jetzt von der Autorin aufgedeckt und literarisch verarbeitet werden, wie im weltberühmten Roman von Umberto Ecco, «Der Name der Rose». Auch die Ikone auf dem Umschlagsbild stützte diese These, aus den dynamischen Rundungen herbstlicher Färbung, treten blutrünstige Krallen hervor. Doch mit dem Klappentext trifft sich diese Vermutung nicht.
Es geht um gezielte Machtinszenierungen von oben in einem Altersheim, gegenüber der Heimleiterin, ja frontal gerichtet auf die Protagonistin des Romans Lona Frey. Da der Roman bereits zu Beginn den tödlichen Unfall von Ernst Weber in der Retroperspektive schildert, von dem das Bossing gegen Lona Frey ausging, ist der Leser/die Leserin geneigt zu sagen, dass das Ganze ein gerechtes Ende genommen hat, Lona Frey dadurch ihren Weg weitergehen kann. Das Schicksal holt den Täter ein. Doch weit gefehlt! Der Roman ist so konzipiert, dass ganz unterschiedliche, zeitliche und episodische Ebenen ineinander verflochten sind. Dadurch wird Spannung erzeugt, verlangt aber von der Leserin/dem Leser gedankliche Leistungen ab. Der zentrale Ort des Geschehens ist das Heim und es sind die ausserordentlichen Fähigkeiten der Protagonistin, die sie in diesem Heim bei den Bewohner:innen und jahrelang auch bei den Mitarbeiter:innen sehr beliebt gemacht haben.
Doch dann gibt es andere Handlungsstränge. Eine sich entwickelnde freundschaftliche Beziehung zur Kommissarin Aline Sander, die für die Ermittlungen im Todesfall Weber zuständig ist, eine sich anbahnende Liebesbeziehung zum Anwalt der Heimleiterin, dazu Reisen nach Lateinamerika, um von ihren psychischen und physischen Belastungen aufgrund des Mobbings, Abstand zu gewinnen. Immer wird emotionale Nähe und emotionale Distanz zum Thema, neben anderen Polaritäten, sind es moralische gegen unmoralische Handlungen. Die Protagonistin fühlt sich als Löwin, sie wird auch so wahrgenommen. Intellektuell ist sie ihrem Vorgesetzten weit überlegen, dieser wirkt von seiner Persönlichkeitsstruktur her, ich-bezogen, nicht an Heimbewohner:innen interessiert, ja un-empathisch, versteckt und offen aggressiv, vom Handeln her blass, unprofessionell, am authentischsten noch als Vorsitzender der Hobby-Schrebergärtner. Da Mobbingstrategien lernbar sind, wendet er alle seelischen Grausamkeiten gegen Lona Frey an. Er agiert als Möchtegern und dabei deckt ihn sein von langer Hand vorbereiteter Filz - ungeachtet seiner mangelnden Qualifikation.
Der schöne Ort Baden-Baden mit solch einem Muster-Heim, und der Filz bei den Behörden im Ort des Einrichtungsträgers verweist auf eine weitere Spaltung. Dort wo es gut läuft, wird vom neidischen und manipulativen, gewinnsüchtigen Machtmenschen Unruhe gestiftet, koste es was es wolle! Da ist die erste Handlungsanleitung, zunächst auf eine Person ausgerichtetes Mobbing (Bossing). In der Regel erweist sich dies bereits als wirkungsvoll.
Wehe nun, wenn sich das Opfer zu wehren beginnt. Dann wird eine, teilweise sich selbst entgleitende Gewalt- und hegemoniale Machtspirale in Gang gesetzt. Teams werden gespalten, Verschwörungsnarrative werden verbreitet, Lügen gehören nun zur Normalität (ist ja auch kein Straftatbestand, nur neu verteilte Deutungshoheiten), die chaotischen Folgen interessieren den Mobbenden nicht, es geht nur um die terroristische Ausübung der Macht und die bewusste Zerstörung des Opfers. Sind es Träume, die bekanntlich nach Freud Wunscherfüllungen sind oder sind es reale Begebenheiten, die die Protagonistin, indem sie sich auf eine Freundschaft mit der jüngeren Ermittlerin Aline einlässt und gar eine Liebesbeziehung zu ihrem Anwalt eingeht?
Wie dem auch sei, für ihre Resilienz (Selbstwirksamkeit) setzt sich Lona bewusst ein und gibt diese Hoffnung weiter. Auch wenn sie sich zeitweise, wie alle Mobbing-Opfer nicht als Löwin fühlt, sondern als einsame, verzweifelte und in ihr Trauma verstrickte Person. Sie erlebt die Rechtlosigkeit von Mobbing-Betroffenen und die seelischen Belastungen bei dem Verfahren vor dem Arbeitsgericht. Denn der Mobber wird nicht bestraft, und die Kosten bezahlt die Allgemeinheit.
Ich finde die Art und Weise wertvoll, das Thema Mobbing durch einen spannenden Krimi unter die Leute zu bringen.
Insgesamt ein lesenswertes, aufrüttelndes, facettenreiches Buch, das bewegt.
Walter Kopp am 09.02.2026
Schriftliche Rückmeldungen an die Autorin:
Hallo Marit, ich habe dein Buch nun ganz gelesen. Es war echt spannend und interessant und ich finde, der Prozess des Mobbing kommt ziemlich gut rüber und wird gut verständlich dargestellt. Ein tolles Buch!
Marie P.
Liebe Frau Wildt,
Sie haben mich neugierig gemacht. Ich habe Ihr Buch bestellt und sehr schnell durchgelesen. Es ist großartig, sehr spannend geschrieben und stellt die perfiden Facetten des Mobbings sehr einfühlsam und zugleich informativ dar! Sehr oft fühlte ich mich an meine eigenen Erlebnisse mit dem Thema erinnert.
Zurück zu Ihrem tollen Buch: Ich werde es in meiner Selbsthilfegruppe und Bekanntenkreis sehr gerne weiterempfehlen! Ihr Buch ist dabei sicherlich ein guter Türöffner. Es wäre hilfreich, wenn das Thema mehr in die Öffentlichkeit gelangen würde.
Marianne T.
Das Buch Krallen im Rosenstift habe ich gelesen. Großartig!
Wunderbar sind die Stufen des Mobbings beschrieben, die Auswirkungen auf die eigene Gesundheit, das soziale Umfeld, das Betriebsklima, Manipulation, Hilfslosigkeit, aber auch die Korruptheit im Beamtentum bis zum Bürgermeister, mit den Verflechtungen in Vereine, Parteien, die örtliche Presse usw.
Genauso ist es und schlimmer, wenn ich an meinen eigenen Fall denke. Die im Buch beschriebene Unterstützung haben viele nicht. Die Ehrverletzung und Rufschädigung ist immens und bedeutet in ländlichen Regionen nicht nur den Jobverlust, das Karriereende, Arbeitslosigkeit, sondern auch die totale Isolation und Ausschluss vom gesellschaftlichen Leben. Unantastbarkeit der Würde des Menschen?
Kerstin H.